05.06.2013

221: Uns geht es blendend

Ein Lokal 'blendend' zu nennen, ist wirklich ein Geniestreich. Bei einem so netten, positiven Namen, der das Hirn sofort zu Wortspielen aller Art anregt, fühlt man sich als Gast schon daheim, bevor man überhaupt dort war.

Besuch im Blendend 8

Die blendend-Menschen haben ihre neue, größere, schönere Destination gleich gegenüber von meinem Schlafzimmerfenster aufgemacht. Ich war also der geballten Dosis Umbaukreativität so wochenlang ausgesetzt, bis sich die Pforten endlich geöffnet haben. Ich kann euch sagen, zugeklebte Fenster, eifrig arbeitende Personen und eine große Portion Geheimniskrämerei haben mich fast um den Verstand gebracht! Man weiß ja nie, was in  Hipsterhausen so alles an abgespacetenLokalen aufmacht und so machte ich mich schon große Sorgen, bald das nächste laut-lärmende In-Lokal von Lend als direkten Nachbarn zu haben. Langsam werde ich im Herzen nämlich alt, und laute Geräusche machen mich durchaus aggressiv.

Ich hätte mir eigentlich denken können, dass dem nicht so sein wird. Die Besitzer des blendend sind nämlich mehr als freundlich, das Lokal konnte daher nur ebenso nett und freundlich werden.  Nach einem kurzen nächtlichen Besuch, wo ich mir den Umbau dann endlich angeschaut habe, reservierte ich also einen Tisch für Sonntag zum Brunch.

Begleitet von Freund Joe betrat ich am Sonntag das Lokal und wir wurden gleich herzlich vom Besitzer begrüßt. Einen Tisch im Nichtraucherbereich zu reservieren war eine kluge Idee, denn am Sonntag war das Lokal ziemlich voll, und so geleitete man uns zu einem gemütlichen Couchtisch bei bestem Fotolicht und gemütlichen Polstersesseln. Die Gasträume, die getrennt sind in Raucher- und Nichtraucherbereiche, sind insgesamt kuschelig eingerichtet mit Vintage-Möbeln vom Flohmarkt, kreativen Wandbildern, frischen Blumen und strahlen einen ganz eigenen, freundlich-kreativen Charme aus. Kaum setzt man sich nieder, will man gar nicht mehr aufstehen, um das Brunchbuffet zu stürmen. Das Buffet selbst bietet um erstaunlich günstige 12€ für jeden Geschmack etwas und da das Konzept All-you-can-eat ist, kann man sich auch ordentlich den Bauch vollschlagen.

Besuch im Blendend 7

Sehr positiv zu vermerken: Frisch gepresster Saft sowie diverse Ei-Gerichte sind im Preis inbegriffen, die Kanne Tee kostet zum Frühstück dazu nicht mehr als die Tasse, und Brot steht am Buffet, kann also stets nachgenommen werden, ohne Aufpreis zu zahlen. Da können sich andere Lokale in Lend wirklich eine Scheibe abschneiden. Für sein Geld bekommt man im blendend wirklich etwas geboten, und hungrig wird hier sicher niemand heimgehen. Auch ist die Stimmung im Lokal gemütlich-freundlich, man fühlt sich wie in einem großen Wohnzimmer, wozu vor allem das zusammengewürfelte Geschirr und die Herzlichkeit des Besitzerpaares beitragen. Toll, was hier auf die Beine gestellt wurde!

Besuch im Blendend 1
In Lend trinkt man aus Weck-, nicht aus Trinkgläsern.
Besuch im blendend 2
Einmal die Gemüseplatte für mich, bitte!
Das Bio-Ei im Glas, das ich bestellt hatte, war perfekt, die selbstgemachte Apfelstrudelmarmelade sowie der Haselnussaufstrich sehr köstlich. Für Gemüseliebhaber gab es eine große Gemüseplatte mit Gemüse der Saison, das Gebäck stammt von der Schlossbergbäckerei. Besonders die hausgemachten Kuchen (Schokotarte, omnomnom) und Granola-Mischungen sind sehr zu empfehlen – Joe und ich schlugen uns dermaßen den Bauch voll, dass wir nach dem Gelage noch einen längeren Verdauungsspaziergang zum Hilmteich einlegen mussten.


Besuch im Blendend 6
Nach dem dritten Kuchenstück hörte ich auf mitzuzählen.
Unsere zwei Kritikpunkte nach fast zwei Stunden des durchgehenden Futterns (die Chefin meinte scherzhaft (?), wir würden ihr die Haare vom Kopf jausnen…): Wir fanden es etwas schade, dass es für die Aufstriche keine kleinen Schälchen gab, man musste diese also direkt auf den Teller klatschen. Das tat dem Geschmack zwar keinerlei Abbruch, aber wenn sich Gurke mit Marmelade vermischt, ist nicht schön. Auch das Salz, in einem kleinen Schälchen gereicht, sah zwar entzückend aus, war aber ob der feuchten Raumluft zu kleinen Klümpchen zusammengeklebt, sodass das Salzen der Speisen schwierig war.

Besuch im Blendend 5

Doch das war Jammern auf hohem Niveau - Joe und mir gefällt das blendend sehr. Für einen gemütlichen Wochenendsbrunch ist es sehr zu empfehlen. We’ll be back!

blendend
Mariahilferstraße 24
8020 Graz


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02.06.2013

220: Sonntags abstrakt 3

Das letzte Sonntags Abstrakt ist auch schon etwas länger her... Dieses Mal gibts weniger Fotos und dafür mehr Links. Bei dem Dauerregen verbringe ich viel mehr Zeit in der warmen Wohnung und damit mehr Stunden vor dem Computer als sonst, aber was soll man auch sonst machen, wenn es draußen so aussieht? Dabei wollte ich diesen Sommer nicht nur an meiner Diplomarbeit, sondern auch an meiner Bräune arbeiten!

Mai-Regen
Dieses Jahr hatte es schon 27 Grad in Graz. Das kann ich momentan ja gar nicht glauben :(
Ein Quinoa-Granola-Rezept, aber nicht mit gepopptem, sondern mit gekochtem Quinoa. Und Schokolade. Klingt wahnsinnig gut!

✿ Erstes veganes Eisgeschäft in Wien. Und wann kommt Graz?


✿ Wie man seine Aufmerksamkeitspanne erhöht.

✿ Bei Küchenlatein habe ich den Link zu diesem Artikel gefunden – Why your dinner doesn’t taste as good as it looked online. Lesepflicht für Foodblogger :)

✿ Der weltbeste Freund und ich haben mit der Game-of-Thrones-TV-Serie begonnen. Wer im Gesichtergewirr auch gern den Überblick verliert, dem sei dieser Character Guide ans Herz gelegt. (Rob. Other Robb. Haha!)

✿ Worüber ich wirklich noch nie nachgedacht habe: Was machen eigentlich Vegetarier/Veganer in der Kochausbildung?

Ich wünsch euch einen schönen Sonntag!

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30.05.2013

219: Der kleine Unterschied

Deutschland und Österreich sind zwar irgendwie gleich, aber auch wieder nicht – auf unserer letzten Deutschlandreise musste ich das wieder einmal feststellen. Zwar sprechen wir auf dem Papier alle die gleiche Sprache, aber wer schon einmal mich – oder einen anderen Österreicher – „Deutsch“ reden gehört hat, weiß, dass das so nicht stimmt. Wer es nicht glaubt: Hier ein Link zu Lamas mit Hüten aufÖsterreichisch und hier die geballte Ladung Oststeirisch, der Dialekt meiner Verwandten. Die Essgewohnheiten sind auch anders, und vom Bier („Je weiter nach Norden, desto zahnloser!“, meinte mein Mitbewohner grummelnd) wollen wir erst gar nicht anfangen.

Kuchenrezepte gehören zu diesen merkwürdigen Unterschieden auch dazu. Ob in Deutschland jemand einen Kärntner Reindling kennt, wage ich zu bezweifeln, aber auch Kuchen, die in Deutschland heißgeliebt werden, kennt hier ungelogen keine Sau. Russischer Zupfkuchen zum Beispiel war mir komplett unbekannt, bevor ich ihn auf Cake Invasion zum ersten Mal gesehen habe. Ich musste ihn natürlich einösterreichern, weil es in ganz Österreich keinen Quark zu kaufen gibt, aber ich nehme an, dass diese kleine Änderung nicht viel ausgemacht hat. Beim ersten Biss in die flaumig-topfige Masse wünschte ich mir nämlich sofort noch mehr Rezepte zur österreichisch-deutschen Völkerverständigung und bitte daher um erzdeutsche Backideen, die ich als Ausländerin unbedingt versuchen sollte :)

Russischer Zupfkuchen
Für eine Springform von 24x24 Zentimeter oder ein halbes Blech. Das Rezept stammt aus diesem Buch.

Zutaten Teig:
  • 215g Mehl
  • 20g Kakaopulver
  • ½ TL Backpulver
  • 100g Staubzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 125g Butter
  • 1-2 EL Marillenmarmelade
Zutaten Füllung:
  • 185g Butter
  • 500g Topfen – 40%-Topfen macht den Kuchen schön schnittfest, aber sehr kompakt. 25%-Topfen gibt die beste Konsistenz
  • 125g Staubzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Pkg. Vanillepuddingpulver
  • 2 Eier
Zubereitung: Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Springform mit Backpapier auskleiden. Für den Teig Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Staubzucker und Vanillezucker in eine Schüssel sieben. Ei und Butter hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Den Teig dritteln und ein Drittel des Teiges zur Seite legen. Die anderen, übrigen zwei Drittel in die Springform als Kuchenboden einpassen. Den vorbereiteten, ungebackenen Boden mit Marillenmarmelade bestreichen.
Für die Füllung die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und leicht abkühlen lassen. Inzwischen den Topfen mit Staubzucker, Vanillezucker, Puddingpulver und den Eiern glattrühren, dann die Butter hinzufügen und alles verrühren. Auf den Kuchenboden geben und glattstreichen, dann das weggelegte Drittel Teig darüberzupfen, sodass ein dekoratives Muster entsteht. 

Ca. 40 Minuten backen und mehrere Stunden (am besten über Nacht) abkühlen lassen, bevor man ihn anschneidet.

Lasst mir doch ein Rezept da!

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27.05.2013

218: Reduziertes Gärtnern

Pflanzen am Balkon sind einfach unglaublich beruhigend. Ich grenze damit mein Revier gegenüber meinen rauchenden Nachbarn ab und gebe mit meinem grünen Daumen an. In your face, Pflanzenmörder!
Garten 2013 1
Wobei Minze jetzt nicht gerade DIE gärtnerische Herausforderung ist... Das Zeug wächst wie Unkraut.
Außerdem ist Gärntnern fast so entspannend wie das Anschauen von Game of Thrones. Bei ersterem muss ich mich so konzentrieren, um der Handlung folgen zu können, dass mein Hirn ganz leer von allen Sorgen ist, und bei zweiterem betätige ich mich an der frischen Luft und kann mich bei tollen Tätigkeiten von Diplomarbeitssorgen und Arbeitsstress erholen.  

Irgendwas ist ja immer zu tun, wenn man Pflanzen hat: genussvoll Blattläuse zerquetschen (ab wann ist es eigentlich eklig, ein Insekt mit den bloßen Fingern zur Strecke zu bringen?), Unkraut jäten (wie schaffen es diese verdammten Löwenzahnsamen nur zu mir in den Innenhof?), mulchen (das hätte ich schon längst machen können), ernten (das Beste an der ganzen Sache!). Jetzt muss nur noch das Wetter besser werden, damit ich meinen Mini-Garten auch genießen kann.
Garten 2013 2
Pflücksalat, Mangold, Mizuna und Radieschen in den Blumenkisten.
Dieses Jahr habe ich keine großwachsenden oder schlingenden Gewächse angesetzt wie letztes Jahr, weil wir im August umziehen werden. Die neue Wohnung hat einen monströsen, fast zehn Quadratmeter großen Südbalkon und ich schwöre bei Gott, ich werde jeden einzelnen Quadratmeter zuwuchern lassen. Nächstes Frühjahr könnt ihr euch auf etwas gefasst machen, jetzt aber gehe ich es ruhiger an, denn alles, was ich jetzt angepflanzt habe, muss im August übersiedelt werden. Der bloße Gedanken daran treibt mir schon die Schweißperlen auf die Stirn…
Garten 2013 3
Von vorne nach hinten: Zitronenmelisse, Physalis, Erbsensprossen, Ringelblumen, Schnittlaich, Erdbeeren, Paprika, Tomate x2, African Sun, Sauerklee.
Es sind daher viele Kräuter und kleinbleibende Pflänzchen geworden. Gurken hab ich dieses Jahr ausgelassen, denn die Spinnmilben vom letzten Jahr sind mir noch in bleibender Erinnerung, dafür habe ich Erbsensprossen gepflanzt, die verdammt gut auf dem Frühstücksbrot schmecken. Ein paar der Pflanzen habe ich sogar selbst gezogen! +angeb+
Garten 2013 4
Koriander, Strauchbasilikum, Kirschpfefferoni, Ochsenhornpaprika (selbst gezogen), Elefantenpfefferoni (selbst gezogen) und Habanero.

Gärtnert ihr auch?

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17.05.2013

217: Was lange währt

Letzte Woche waren wir für mehrere Tage in Nürnberg auf Urlaub – manchmal bin ich wirklich froh, dass es mein Studium und der Uni-Job des weltbesten Freundes erlauben, einfach so eine Woche wegzufahren! Nach einem anstrengenden Tag im Tiergarten – für untrainierte Menschen wie mich ist das Hin- und Herwandern zwischen den toll angelegten Gehegen und das Bewundern der Tiere (Affen!!!) schon so etwas wie Sport ;) – wollten wir den Abend kulinarisch ausklingen lassen. 

Im Zoo

Das O-Sha Thai in der Jakobstraße, nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt, erschien uns da als geeignete Adresse, denn nach dem mehr als anregenden Erlebnis bei einem Thailänder in Göteburg wollten wir es wieder einmal mit scharfen Currys probieren.

Überaus hungrig setzen wir uns also in den Gastgarten und warteten. Die freundliche Kellnerin nahm auch gleich unsere Getränke auf (ich entschied mich für einen hausgemachten grünen, sehr süßen Matcha-Eistee um 3,50€), die dann auch relativ schnell serviert wurden. Auch die Vorspeise (vegetarische Herbstrollen um 5,50€) wurden bald gebracht und konnten unsere knurrenden Mägen mit frischen Aromen etwas besänftigen.

O-Sha-Thai 2

Dann aber hieß es warten. Und warten. Und waaaarten.

O-Sha Thai 1

Die Bude war rappelvoll, das muss zur Ehrenrettung der Küche und der Kellner gesagt werden. Nichts desto trotz wurden wir nach über einer Stunde Wartezeit schon etwas unruhig – der hungrige Gesichtsausdruck des weltbesten Freundes sagte mir, dass er knapp davor war, irgendetwas (oder –jemanden) anzuknabbern.

Anscheinend musste man hier das Gemüse erst anbauen, bevor es verkocht werden konnte; allerdings war das Essen (abgesehen vom lieblos auf einen riesigen Teller geklatschten Reis) auch wirklich ausgezeichnet. Das rote Curry mit knackigem Gemüse und Tofu (10€), das ich bestellt hatte, war genau angenehm europäisch hosenscheißerisch gewürzt, wenn auch der Name Gäng Däng merkwürdige Assoziationen mit ‚Gang Bang’ hervorriefen ;)

O-Sha Thai 4

Das etwas schärfere Curry mit Ente des Mitessers mit dem nicht minder schrägen Namen Pad Pet (15,80€) trieb ihm gerade eine annehmbare Menge Schweißperlen auf die Stirn, ohne schmerzhaft im Abgang zu sein. Diesmal wurden auch keine Schmerztränen verdrückt - so mögen wir das!

O-Sha Thai 3

Am Tempo könnte noch gearbeitet werden, das Essen hat uns sehr geschmeckt. Wir kommen gerne beim nächsten Nürnbergbesuch wieder!

O-Sha Thai
Jakobstraße 13
90402 Nürnberg
http://www.o-sha.de/

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10.05.2013

216: Blick ins Kochbuchregal

Steph vom kleinen Kuriositätenladen ruft zum Blick ins Bücherregal auf, und weil mir die Blick-in-die-Küche-Aktion schon so viel Spaß gemacht hat, mach ich da natürlich gerne mit! Bitte sehr, hier ist mein bescheidenes Kochbuchregal, das im Gegensatz zu meinen zahlreichen anderen wirklich mickrig bestückt ist. Ist man Germanistin und Anglistin, sammelt sich wirklich viel an.

kochbuchregal

Eins vorweg: Ich habe mit nur 62 Kochbüchern nicht mehr so viele wie früher, weil der weltbeste Freund und ich irgendwann einmal ausgemacht haben, dass das Regal, das ihr hier sehen könnt, in dieser Wohnung nicht gegen ein größeres ersetzt wird. Wir haben nämlich einfach keinen Platz mehr :) Eigentlich verwende ich auch nur ein paar der Bücher, die ich behalten habe, regelmäßig. Manche Kochbücher, die ich nie benutze oder die zu viele oder gar nur Fleischrezepte enthalten, habe ich inzwischen hergeschenkt. 

Mittlerweile bin ich auch nicht mehr so kochbuchgeil wie früher und bestelle bzw. kaufe Kochbücher nicht mehr, wenn ich nicht a) entweder überschwängliches Bloggerlob darüber gehört oder b) selbst im Buchhandel reingeschaut habe. (Da kommt wieder die neue Sparmentalität durch.) Meine Lieblingskochbücher, deren Kauf ich nicht bereut habe und die ich auch regelmäßig verwende, sind hier abgebildet.

Lieblingskochbücher

Das erste Kochbuch (The Just Bento Cookbook) ist von Makiko Itoh, einer bekannten Bloggerin, die über japanisches Essen schreibt. Wer mich kennt, weiß, dass ich seeehr japanophil bin, und seit unserer Japanreise ist das nicht besser geworden. Das Buch finde ich sehr toll, weil es einfache Rezepte für Bentos und japanische Speisen aller Art beinhaltet. Alles, was ich gekocht habe, ist gelungen, und die Bentofotos sind einfach genial. Ein tolles Kochbuch.

Das zweite Kochbuch (The Fussy Eaters’ Recipe Book) beinhaltet leider jede Menge Rezepte mit Fleisch, aber als ich noch mehr davon gegessen habe, fand ich sie alle super. Das Kochbuch ist für verzweifelte Eltern, die ihre Kinder dazu bringen wollen, mehr gesundes Zeug zu essen. Funktioniert aus eigener Erfahrung auch bei festen Freunden sehr gut ;)

Das dritte Kochbuch (Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar) steht stellvertretend für all die tollen veganen Kochbücher von Iva Chandra Moscowitz und Terry Hope Romero – beide haben unzählige Kochbücher veröffentlicht, von denen ich eine nicht unbeträchtliche Anzahl besitze. Das Cookie-Kochbuch ist heißgeliebt und die Rezepte werden sehr oft nachgebacken, z.B. die Erdnussbutterpölster. Kaufempfehlung!

Das letzte Kochbuch heißt The Asian Vegan Kitchen. Es enthält leider nur sehr wenige Bilder, deshalb verwende ich es im Gegensatz zu den anderen zwei relativ selten, allerdings sind die Rezepte sehr leicht abwandelbar und die Gerichte schmecken alle ausgezeichnet.

Kommentare in Kochbüchern

Ich verwende meine Kochbücher übrigens sehr exzessiv und gehe nicht gerade zimperlich mit ihnen um. Auch schön gestaltete Exemplare mit Lesebändchen und tollem Druck werden als Gebrauchsgegenstände behandelt, da kenn ich nix. Ich breche ohne zu zögern Buchrücken, klebe – mehr oder weniger absichtlich - Teig ein (manchmal so viel, dass man nicht mehr umblättern kann!) oder beschrifte Seiten. Wenn ich ein Rezept gekocht habe, schreibe ich auch immer was dazu, und wenn es nur ein Smiley ist – der bedeutet so viel wie „gut“. Man kann sich ja nicht alles merken ;)

Zeitschriften

An Kochzeitschriften lese ich nur das Frisch-Gekocht-Magazin vom Billa regelmäßig, da versorgt mich die Schwiegermutter in spe immer sehr zuverlässig. Sonst interessieren mich noch die diversen vegetarischen Zeitschriften und ab und zu eine Sonderausgabe (besonders bei Backausgaben interessant). 

Momentan wandern auf meine Amazon-Wunschliste (und damit irgendwann auch ins Kochbuchregal) nur noch vegane oder vegetarische Koch- und Backbücher, denn da hab ich das Gefühl, dass ich noch mehr gedrucktes Wissen vertragen könnte. Bei diesen Büchern ist mir besonders wichtig, dass nicht nur mit Ersatzprodukten gekocht wird und dass die Rezepte kreativ sind – da pflüge ich mich auch gern durch diverse Amazonbewertungen, die User sind da immer sehr kritisch, und das bewahrt vor Fehlkäufen.

Habt ihr ein Kochbuchregal? Was ist euer Lieblingskochbuch?

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06.05.2013

215: Mehr Knoblauch? Impossible.


In der letzten Bones-Die-Knochenjägerin-Folge (der weltbeste Freund und ich sind leidenschaftliche Fans!) kochte Bones Quinoa und Booth beschwerte sich beim Essen darüber, dass es kein Steak dazu gab. 

Also echt, Booth. Quinoa geht wirklich immer, als Salat, als Müsli, als Beilage, als eigenständiges Hauptgericht und sogar als sehr knoblauchige Laibchen. Nachmittagsaktivitäten, die viel körperliche Nähe erfordern, sind nach Genuss des folgenden Gerichts übrigens nicht mehr empfehlenswert - der Knoblauchcontent ist atemberaubend ;)

Quinoalaibchen mit Pecorino und Bärlauch

Zutaten für sechs Laibchen
  • 250g gekochter Quinoa (ich koche immer eine Riesenportion, mache Quinoa-Salat und nehm von dem gekochten Zeug 250g für die Laibchen weg)
  • 1 Bund (30g) Bärlauch, grob gehackt
  • 2 Stangen Schnittknoblauch oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 50g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 10g Petersilie
  • 1 TL Tomatenmark
  • 50g geriebener Pecorino oder Parmesan
  • 30g Mehl
  • 2 Eier (lieber 3, wenn die Eier klein sind)
  • eventuell Salz und Pfeffer (hab ich gar nicht gebraucht, weil der Pecorino so würzig war)
  • Zum Panieren braucht man noch Mehl, Eier/Milch und Paniermehl/Panko
  • Öl zum Ausbacken
Zubereitung: Quinoa, Bärlauch, Knoblauch, Zwiebel, Petersilie, Tomatenmark, Pecorino, Mehl und Eier in einer Schüssel vermengen. Wenn die Mischung gar bröcklig ist, noch ein Ei hinzufügen. Aus der Mischung sechs Laibchen formen. Zuerst in Mehl wenden, dann in Eiern oder Milch drehen und anschließend mit Bröseln oder Panko panieren.
Öl in einem Topf erhitzen und die Laibchen ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salat servieren. Eine andere Beilage ist bei diesem mächtigen Gericht nicht notwendig ;)


Mein Mai-Beitrag zum Quinoa-Event von Sarah!

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